Hallo,
danke für die sehr schöne Seite und das Forum.
Wir sind zu unserem ersten AB über das Tierheim Speyer (Rheinland Pfalz) gekommen. Luna war damals schon 9 Jahre und als Zuchthündin hatte sie ausgedient. Es war liebe auf den ersten Blick. Luna war zwar nicht im besten Zustand (Abgemagert, Zitzen bis zum Boden) aber der "Blick" und sie kam sofort auf mich, schwanzwedelnd und sich verbiegend, zu. Viele meinten das wir mit Luna uns nur "Arbeit" angeschafft haben aber ein halbes Jahr später (und 10 KG schwerer) strafte Luna alle Kritiker lügen. Sie wurde zum "weißen Riesen" und vertrug sich ausnahmslos mit allem was ihr an Tier und Mensch begegnet ist. Gesundheitlich hatte sie Artrose in der Hüfte was wir mit Medikamenten wunderbar in den Griff bekamen. Gehorsam war nach kurzer Eingewöhnung kein Problem. Wir hatten leider nur zwei Jahre mit Luna. Sie verstarb im September 2008 an einem Herztumor.
Luna im Tierheim
Luna nach 6 Monaten bei uns
Ein Leben ohne AB können wir uns nicht mehr vorstellen. Es war klar das der Korb nicht verweist bleiben durfte. Über "Molloser in Not" fand ich im Oktober 2008 eine Anzeige die mich nicht mehr los lies.
"Buck American Bulldog, 4 Jahre, sitzt in Cham (Oberpfalz) im Tierheim."
Hier die Fotos. Diese sprechen für sich.
Auf meine Anfrage habe ich folgendes erfahren. Buck wurde in einer Wohnung gefunden dessen Bewohner im Knast sitzt (und hoffentlich noch sehr lange). Ausgetrocknet saß Buck in seinen eigenen Fäkalien. Abgemagert bis auf die Knochen, das Fell gelb verfärbt (vom Urin) und am Kopf die Spuren des "Halti" mit dem er an der Heizung angebunden war.
Die Mitarbeiterin des Tierheim hat mir erzählt das schon öfter Hunde aus dem Umfeld dieses rechtsradikalen Arsc..... beschlagnahmt wurden.
Anfahrt Speyer - Tierheim Cham 370 KM. Ein kennen lernen war also schwierig. Normalerweise sollte ein Hund nicht nach zwei Besuchen vermittelt werden. Also haben uns mit Bildern unseres Zuhause und mit der Empfehlungen unseres Tierheims um Buck beworben. Er zeigte sich uns beim ersten Besuch auch sehr freundlich und offen. Als wir das zweite mal vor Ort waren hat er sich beim Gespräch auf meine Füße gelegt. An diesem Tag wurde aus Buck OttO und unser Korb war wieder bewohnt.
OttO hat sich körperlich (nach einigen Rückschlägen wie Ohrentzündung, Hotspot, Hautausschläge, Bruch des Hinterlauf) sehr gut entwickelt. Darüber könnte man ein (kleines) Buch schreiben. Die Psyche ist noch sein Problem. Er hat Angst, besonders in geschlossenen Räumen. Wir arbeiten daran und hoffen das er, zumindest teilweise, seine Angst überwinden wird.
Trotz allem ist OttO ein sehr gut sozialisierter AB geworden der gerne mit anderen Hunden (egal ob Rüde oder Hündin) spazieren geht und Spielt. Den Grundgehorsam hatte er bereits (vermutlich sehr handfest) gelernt. Autofahren ist seine Leidenschaft.
OttO heute